Streitschlichtung - Arbeitsgemeinschaft

In jedem Schuljahr wird den Klassen 9 die wöchentlich einstündige Veranstaltung "Gewaltvorbeugung und Streitschlichtung" angeboten, die zwei dafür ausgebildete Mediationstrainer leiten. Dieser Unterricht wird zusätzlich noch durch zwei außerschulische Wochenendseminare ergänzt, welche auswärtige Schlichtungstrainer durchführen.

 

Situationen aus dem Rollenspiel "Bäume fällen und lagern"
Situationen aus dem Rollenspiel "Bäume fällen und lagern"


Situationen aus dem Rollenspiel "Bäume fällen und lagern"


'Vertrauen' und 'Verantwortung' sind zwei zentrale Themen, die durchgehend beide Halbjahre bestimmen, da sie u. a. entscheidend auch zur Bildung von Teamgeist und Kooperationsfähigkeit der Schüler aus allen Klassen der Jahrgansstufe 9 beitragen, die auch später als Schlichter zusammenarbeiten müssen. Die maximal 15 Schüler/innen werden im ersten Halbjahr für alle Formen psychischer, verbaler und physischer Gewalt sensibilisiert. Mit möglichst abwechslungsreichen Unterrichtsmethoden und -materialien werden u. a. folgende Inhalte erarbeitet:

 

- Notwendigkeit und Selbstverständnis von Gewaltvorbeugung und Streitschlichtung an Schulen

- Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen Schülern an Gymnasien heute (Umfrageergebnisse)

- Rangeleien, Streitereien, Gewalt und Unfälle am KvGG

- Die Rolle des Einzelnen, -in der Gruppe

- Selbstbewusstsein, Toleranz und Konfliktbewusstsein

- Was suchen Kinder und Jugendliche und wo finden sie es?

- Die Begriffe 'Gewalt' und 'Gewaltfreiheit'

- Unterschiedliche Formen und Aspekte von Gewalt

- Aggressionsfördernde Faktoren in Freizeit, Elternhaus, Schule und Medien

- Entstehung von Gewalt:

  • Schreien, Toben, Boxen - Zwischen Spiel und Ernst
  • Gewaltanlass und vorhergegangener Konflikt
  • Lust und Unlust, Selbstwertgefühl und Unzufriedenheit
  • "Anmache" und sexuelle Belästigung
  • Konsum von Gewaltspielen und -filmen - Warum?
  • Räumlichkeiten und Orte der Aggression und Gewalt
Streitschlichter im Streitschlichterraum

Im zweiten Halbjahr geht es um

- die Bedeutung des Erlernens einer Streitkultur und um

- Konflikt, Streit und Streitschlichtung.

Überwiegend im Rollenspiel und mit gezieltem verbalen und nonverbalen Training erlernen die Teilnehmer die Leitung eines Schlichtungsgespräches.

Schließlich üben sie kurz vor Schuljahresende die tatsächliche Umsetzung und Anwendung des Gelernten am KvGG.

Nach der erfolgreichen, einjährigen Ausbildung sind sie dann in der Lage, in den darauf folgenden drei Jahren Schlichtungsgespräche mit jüngeren Mitschülern gezielt so zu leiten, dass gemeinsam mit den jeweiligen Kontrahenten Konfliktlösungen gefunden werden.


 

Leitung: Cornelia Kleff, Paul Wans

 

Siehe auch unter Unterricht/Unterrichtsprojekte

Bericht vom Jugendkongress zur Gewaltvorbeugung am 21.10.2006 in Düsseldorf,

siehe auch unter 'Gewaltvorbeugung',

im Pressearchiv NN-Artikel vom 05. Juni 2002(395 KB) und

Text des Hörfunkbeitrags auf 'Antenne Niederrhein' vom 18. Mai 1998.