Vertretungskonzept

für das Kardinal-von-Galen-Gymnasium

Jede in Vertretung erteilte Unterrichtsstunde steht für die Vermeidung von Unterrichtsausfall. Daher ist die Entwicklung eines wirksamen Vertretungskonzeptes für die Sicherung des Unterrichts und der angebotenen Bildungsqualität unumgänglich. Dass nicht jede Unterrichtsstunde in der Schule planmäßig vertreten werden kann, z.B. auf Grund von Krankheiten, ist unvermeidlich. Entscheidend ist jedoch, mit welchen Strategien unsere Schule diesen unvorhersehbaren Ereignissen begegnen kann.


I. Grundlegende Planungen für die Organisation des Vertretungsunterrichts:

  1. Um das Profil der Schule zu stärken, soll der Unterricht der Klassen 5 und 6 verlässlich von der 1. bis zur 6. Unterrichtsstunde andauern. Die übrigen Klassen der Sek. I sollen möglichst vollständig Unterricht von der 2. bis zur 5. Unterrichtsstunde erhalten. Auch Randstunden, z.B. die 6. Stunde, werden grundsätzlich für Vertretungsunterricht genutzt.
  2. In jeder 1. Stunde gibt es eine Bereitschaft für unvorhergesehenen Vertretungsunterricht. Um die Bereitschaftsstunden auf alle Kollegen gleichermaßen zu verteilen, versehen pro Quartal fünf Kollegen entsprechend den Wochentagen den Bereitschaftsdienst.
  3. Die Bereitschaft für die 1. Stunde wird jeweils für ein Quartal festgelegt. Da somit in einem Halbjahr pro Wochentag zwei Kolleglnnen eingesetzt sind, besteht auch die Möglichkeit zu tauschen. Die Bereitschaft meldet sich jeden Morgen um 7.50 Uhr im Sekretariat.
  4. Der Stundenplan soll derart entwickelt werden, dass für Vertretung in den Kernstunden des Vormittags je 5 Kollegenlnnen zur Verfügung stehen. Außerdem sind bei der Planung des Stundenplans Doppelstunden in den Grundkursen der Oberstufe zu vermeiden, um Unterrichtsausfall zu minimieren.
  5. Absehbarer Unterrichtsausfall wegen Fortbildungen, Exkursionen, usw. wird so schnell wie möglich im Sekretariat angemeldet. Plötzliche Erkrankungen werden zwischen 7.30 und 7.35 Uhr im Sekretariat gemeldet.
Karikatur: Niklas van Lipzig 2007, Kl. 7, Federzeichnung, 20x30 cm

Karikatur: Niklas van Lipzig 2007, Kl. 7, Federzeichnung, 20x30 cm



II. Organisation von Vertretungsstunden

  1. Der Vertretungsplan wird rechtzeitig, d.h. spätestens zur 1. großen Pause für den nächsten Tag ausgehängt. Ergänzungen folgen nach Situation.
  2. Aushänge zu Vertretungen und Bereitschaften müssen von den KollegInnen zur Kenntnis genommen und entsprechend abgezeichnet werden.
  3. Die Schüler müssen zu jeder Unterrichtsstunde, auch zu einer angekündigten oder sich abzeichnenden Vertretungsstunde, ihre entsprechenden Lern- und Arbeitsmaterialien mitbringen.
  4. Aufgaben für Vertretungsstunden werden im Sekretariat abgegeben. Anzugeben sind neben den Aufgaben die Unterrichtsstunde, die Klasse und bei notwendigen Kopien die Anzahl der Schüler. Falls Aufgaben per Email an die Schule gesendet werden, ist es sinnvoll, die Schule über die Email telefonisch zu informieren.
  5. Wenn 5 Minuten nach Unterrichtsbeginn eine Klasse ohne Lehrer ist, melden die Schüler, in der Regel der Klassensprecher oder sein Stellvertreter, sich umgehend im Sekretariat. Sind der Klassensprecher und sein Vertreter nicht anwesend, übernimmt der/die in der alphabetischen Reihenfolge nächste Schüler/in diese Aufgabe. Entsprechendes gilt auch für Kurse.
  6. Jede Vertretungsstunde muss im Klassenbuch mit Unterrichtsthema und Paraphe dokumentiert werden. Das gleiche gilt für Eintragungen in Kurshefte der Sek I. Der Fachlehrer, der das Kursheft führt, ist für die vollständige Eintragung und damit für das Zustandekommen der Dokumentation des vertretenden Kollegen verantwortlich.

III. Reihenfolge der Vertretungsorganisation

  1. Fachunterricht, der ausfällt, wird durch einen Fachlehrer oder einen anderen Lehrer vertreten. Aufgabenstellungen von fehlenden Kollegen bilden eine sinnvolle Möglichkeit der Fortführung der unterrichtlichen Arbeit.
  2. Ein Lehrer der Klasse unterrichtet sein Fach an Stelle des ausgefallenen Faches entweder als zusätzliche Fachstunde oder als vorgezogene Stunde (,,Stattstunde").
  3. Es wird ein Lehrer eingesetzt, der weder die Klasse noch das ausgefallene Fach unterrichtet, und es liegen keine Aufgaben vor.
  4. Falls Aufgaben für die Vertretungsstunde des zu vertretenden Lehrers/der zu vertretenden Lehrerin vorliegen, sollten diese vorrangig im Unterricht behandelt werden, damit der Fachunterricht fortgeführt werden kann. Nur in begründeten Ausnahmefällen soll die Vertretung davon abweichen können; in diesem Falle sorgt die Lehrkraft für eine entsprechende Information an den zu vertretenden Kollegen/die zu vertretende Kollegin.
  5. Das Vorziehen von Stunden ("Stattstunden") soll so weit wie möglich vermieden werden.

IV. Weitere Regelungen

  1. Ausgehend von der Tatsache, dass es immer möglich ist, allgemeine Grundkompetenzen eines Faches zu üben und zu wiederholen, soll die Möglichkeit geschaffen werden, zusätzliches Material für Vertretungsunterricht im Lehrerzimmer bereit zu stellen. Dieses Material wird von den Fachschaften organisiert. Das Material soll geordnet nach Fach und Jahrgang bereit liegen.
  2. Die Vertretungsplanung wird Lehrern und Schülern transparent gemacht. Dabei soll die Anzahl der Vertretungsstunden gleichmäßig auf alle Kollegenlnnen verteilt werden. Der Einsatz von Teilzeitkräften wird anteilig berücksichtigt. Bei 4 und mehr geleisteten Mehrarbeitsstunden im Monat kann eine Vergütung beantragt werden. Es gelten die besonderen Bestimmungen für Lehrerlnnen im Angestelltenverhältnis.
  3. In der Zeit zwischen den Osterferien und den Sommerferien sollen keine Exkursionen stattfinden, damit zum Ende des Schuljahres kein vermeidbarer Unterrichtsausfall oder Vertretungsunterricht stattfinden muss.

V. Besondere Regelungen in der Oberstufe

  1. Grundsätzlich findet bei fehlendem Lehrer in der Sek II "Eigenverantwortliches Arbeiten" (evA) statt.
  2. Die gesonderten Anordnungen für die Organisation der evA-Stunden sind ebenfalls Bestandteil dieses Konzeptes.
  3. Eventuell findet eine gesonderte Zuweisung von Räumen statt, da Fachräume ohne Aufsicht eines Lehrers nicht für evA genutzt werden dürfen.
  4. Es gilt eine zeitliche Beschränkung des evA (1. - 6. Unterrichtsstunde) in der Schule. In den anderen Stunden kann evA auch zu Hause stattfinden.
  5. Im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 13 finden keine Exkursionen statt, da besonders in diesem Halbjahr sich die Schüler auf die Prüfungen vorbereiten sollen.
  6. Das Vertretungskonzept wird weiterentwickelt.

Kevelaer, im Dezember 2006

Verantwortlich: Karl Hagedorn